Bodenfelde, den 7.9.2016

>>> Offensichtlich hat dem K+S-Betriebsrat und der Gewerkschaft IG BCE unsere Demonstrationsform der Menschenkette so gut gefallen, dass sie übernommen wurde. – Zeitablauf und Luftballons inclusive ;-) !

Ihnen ging es jedoch um den Erhalt der Arbeitsplätze in der Kali-Industrie. Was eine strukturschwache Region ist wissen wir. Was es bedeutet, seinen Arbeitsplatz zu verlieren auch.
Deshalb unterstützen auch wir die Arbeitnehmer dort im Bestreben, für ihre Arbeitsplätze zu kämpfen.

Allerdings -  der Adressat der Demo war nicht die K+S- Geschäftsleitung! Erstaunlich!
Vielleicht kann der folgende offene Brief Hintergründe bieten und etwas richtig stellen:




Offener Brief an Organisatoren und Unterstützer der heutigen Menschenkette für die Arbeitsplätze in der Kali-Region

Sich für die Arbeitsplätze der Kalikumpel bei K+S einzusetzen, ist absolut verständlich und zu unterstützen. Nur scheint uns der Adressat der Aktion der Falsche. Denn die aktuelle Problematik ist wohl leider ausschließlich Versäumnissen der K+S-Unternehmensführung in den letzten mindestens 8 Jahren zuzurechnen.

Statt  dessen wird nun der „Gegner“ u.a. in der Umweltpolitik und vor allem „außen“ ausgemacht.

Sehr schade, dass kaum jemand aus der Region bei K+S an der Tür rüttelt und ein paar unangenehme Fragen stellt.
>Warum sollte das RP Kassel  bzw. das Umweltministerium ein Interesse daran haben, leichtfertig eine ganze Region zu beschädigen, die von dort sonst stets gestützt wurde?
>Warum hat K+S (so weit wir wissen) bis heute kein aussagefähiges, hinreichend kalibriertes Grundwassermodell vorgelegt, das die Unbedenklichkeit weiterer Verpressungsmengen für Trinkwasserbestände ausweisen und damit eine Fortsetzung der Versenkerlaubnis sehr wahrscheinlich machen würde?
> Darüber hinaus: Immer wieder werden die Maßnahmen zum Gewässerschutz mit 360 Millionen Euro kommuniziert –  warum aber haben sich seit dem Jahr 2002 die Chloridwerte am Pegel Gerstungen dennoch nicht geändert? 
Dem Fluss jedenfalls hat das Maßnahmenpaket in den letzten fast 15 Jahren nichts gebracht. (Die Werte können auf den Internetseiten der FGG Weser eingesehen werden).

Dieser Engpass in der Entsorgung nun ist nicht plötzlich und unerwartet „vom Himmel gefallen“ sondern war bereits seit vielen Jahren absehbar - und hätte deshalb von K+S schon vor vielen Jahren durch das Erarbeiten umweltverträglicher alternativer Entsorgungsmaßnahmen, auch in Verantwortung für die nun bedrohten Arbeitsplätze, verhindert werden können und  müssen.

Vielleicht hatten Sie nicht die Zeit, sich mit Details auseinanderzusetzen – trotzdem sollte Ihnen zumindest das Folgende bekannt sein:
Bereits die Versenkerlaubnis von 2007 bis 2011 war wegen nicht auszuschließenden Gefährdungen der regionalen Trinkwasserbestände heftig umstritten und sollte die letzte sein. Dennoch gab es (übrigens unter der damaligen CDU-Umweltministerin Lucia Puttrich), unter klaren Auflagen, eine „allerletzte“ weitere Versenkerlaubnis bis 2015.

Seit Jahren also musste K+S  mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass keine erneute Verlängerung der Versenkungsgenehmigung erteilt werden würde. Zudem hätte die Erlaubnis aus begründetem Anlass jederzeit widerrufen werden, der „Notfall“ also schon früher eintreten können!

Hat man sich in der K+S Führungsetage etwa in all den Jahren, statt nun verantwortlich zu handeln und für diesen Fall einen „Plan B“ zu erarbeiten,  (in aus unserer Sicht unverantwortlich leichtfertiger Weise) darauf verlassen,  dass alles schon so weiter gehen werde wie bisher? Auch Gewerkschaft und Betriebsrat haben diesem Vorgehen jahrelang tatenlos zugesehen, statt eben diesen „Plan B“ von der Unternehmensführung zu fordern!

Warum?

Bis heute hat K+S unseres Wissens also kein ausreichend feinkalibriertes 3D-Grundwasser-Modell vorgelegt, das die Unbedenklichkeit weiterer Versenkmengen nachweisen könnte. U. a. dieses Modell wurde (2011) und wird (2015) jedoch ausdrücklich zur Bedingung einer weiteren Versenkerlaubnis gemacht. Es hätte bereits bis zum 31.12.2013 in der geforderten Form von K+S erarbeitet werden müssen.

Bis heute sind weitere 2 ½ Jahre vergangen…

Wie sicher bekannt ist, hat das RP Kassel mit höchster Priorität sicher zu stellen (und das ist doch hoffentlich Konsenz zwischen uns!), dass durch weitere Verpressung keine erhöhte Bedrohung der regionalen Trinkwasservorkommen zu besorgen ist.
(Insofern wäre ein Entzug der Versenkerlaubnis seitens des RP  mit einer angemessenen Nachreichungsfrist für das Grundwassermodell schon in 2014 vertretbar gewesen.)

Wenn Sie all dies wissen und dennoch die Forderung unterstützen, man möge doch dem Unternehmen trotzdem endlich die weitere Versenkung gestatten, dann können wir dies nur als grob fahrlässig und entsetzlich populistisch bezeichnen.
Wenn Sie dies so noch nicht wussten, dann wäre es jetzt angebracht, Ihre Position zu nutzen, die K+S-Führung zu hinterfragen und zu fordern, hier endlich nachhaltig tätig zu werden!
Denn jene K+S-Führungsmitglieder, die heute Seite an Seite mit Politikern und zu Recht besorgten Mitarbeitern und Angehörigen standen, als hätte sie auf die aktuelle prekäre Entwicklung genauso wenig Einfluss, wie jeder einfache Kali-Kumpel, verschiebt aus unserer Sicht damit geschickt die Verantwortung!
Eine absurde Verdrehung der tatsächlichen Zusammenhänge.

DAS sollten Sie nicht unterstützen.

Informieren Sie sich also weiter und über die erste große Schlagzeile (Arbeitsplätze bedroht!) hinaus. Machen Sie sich die Mühe und haben Sie den Mut, über parteipolitische Grenzen, Beziehungen, Abhängigkeiten und Plattitüden hinweg sachlich die Zusammenhänge zu ergründen. Denn damit setzen Sie sich tatsächlich nachhaltig ein für die Menschen und die Kali-Region.  Erwarten Sie von K+S die umgehende Erfüllung der geforderten Auflagen, sowie die Umsetzung innovativer und zukunftsorientierter Entsorgungsverfahren.

Kein Unternehmen wird langfristig bestehen, beharrt es rückwärtsgewandt und hartnäckig  auf den Fortbestand langjährig erhaltener Privilegien.
Lassen Sie K+S nicht aus der Verantwortung. Eine fundierte und  informierte Unterstützung kann die Region dringend gebrauchen. Das Revier und mit ihm die Arbeitsplätze haben so vielleicht doch noch eine Perspektive.

Mit freundlichen Grüßen,

Annette Müller-Zitzke

für die Initiative für Bodenfelde

DANKE

Ihr habt es geschafft!!

Mit über 2000 Menschen konnten wir die Kette schließen! DANKE, dass ihr alle euch aufgemacht habt, um dieses unübersehbare Statement einer ganzen Region in die Republik hinaus zu tragen: 

Kein Kali+Salz Abwassersee in unserer Natur!

Ein riesiges DANKE an alle Gemeinden, Vereine, Verbände und Einzelpersonen, die mitorganisiert und mit viel Einsatz an den verschiedensten Stellen für eine reibungslose Umsetzung der Aktion gesorgt haben. Nur mit Eurer super Unterstützung war DAS möglich!

 

Spätesten jetzt sollte den Verantwortlichen klar sein, dass sich der Verein Pro Märchenland nicht nur aus ein paar Verrückten zusammensetzt, sondern dass eine ganze Region hinter uns steht.

Wir waren den Tränen nahe und haben selber nicht mit einer derartig großen Teilnahme gerechnet.
Danke an alle, die mitgemacht haben! Wir alle haben gemeinsam ein Zeichen gesetzt.
Wir werden nicht aufgeben diesen unfassbaren Wahnsinn zu stoppen.
Geldgier schaltet gesunden Menschenverstand aus und veranlasst Menschen dazu ein so unsinniges Bauwerk errichten zu wollen.
Unfassbar......

Die nächste Menschenkette wird an Werra und Weser bis nach Bremerhaven stehen.

Und genau dieser gesunde Menschenverstand wird die Menschen an das Flussufer bringen um einfach nur "Nein" zu sagen.  

Investoren und Aktionären von K+S wird hoffentlich bald klar werden, dass es keinen Sinn macht in eine Umweltkatastrophe vor unserer Haustür zu investieren.

Wasserentsalzung ist im Jahr 2016 keine technische Neuentwicklung mehr. Müllentsorgung durch Pipeline in Fluss und Meer hingegen längst überholt. 

Entsprechende Auflagen müssen K+S gesetzt werden.

Politik und Behörden haben hier (bisher) versagt.

 

Die direkten Folgen erstrecken sich zunächst auf:

LEBENSQUALITÄT

Das Leben vor Ort verschlechtert sich nicht nur als Folge von vorhersehbaren wirtschaftlichen Schäden in der Region.

Ein Salzabwassersee vor der Haustür wirkt sich direkt auf die Lebensqualität aus. 

 

NATUR

Profitmaximierung auf Kosten von Natur und Umwelt. 

Die Weser wäre tot bis ca. Bad Karlshafen. Je nachdem wo das Stapelbecken platziert wird, müssen bis zu 30 Hektar Wald gerodet werden. Die Tiere, ob im Wald oder in der Weser, verlieren dadurch nicht nur an Lebensqualität - Sie verlieren ihren Lebensraum.

TOURISMUS

Tourismusziel: Chemiekloake?

Ob Kanu Fahren zwischen Chemiemüll, Camping an der Weser oder Radfahren auf dem erst kürzlich aufwändig ausgebauten Weserradweg...

Urlaub bei der Müllhalde von K+S will niemand machen.

Faktencheck.

*(…) „ Im jährlich zu entsorgenden Abwassergemisch von etwa 7 Mio. m3 sind fast 2,5 Mio. Tonnen Salze enthalten, die überwiegend aus dünge- und speisetauglichen Bestandteilen bestehen, wie Kalium, Natrium, Chlorid oder Sulfat. (…)

(Quelle: Umweltbundesamt, Stellungnahme „Versalzung von Werra und Weser“ von Oktober 2014, S. 6 oben*)

Das bedeutet: In 100ml Abwasser aus Produktion und Haldenablauf sind ungefähr 35 Gramm (!) Salze enthalten.

Fakten zum beantragten Abwasserspeicher und –Pipeline:

K+S favorisiert aus verschiedenen Suchräumen derzeit 2 Gebiete für den Abwasser-Salzsee, eines davon liegt IM Reinhardswald (!!!), eines an der von der Menschenkette markierten Stelle vor dem Reinhardswald.

Erwünschte Speicherkapazität mind. 750.000 Kubikmeter.

Dammhöhe lt. K+S vermutl. 6m, Breite 4m um befahrbar zu sein, alternativ

Zuwegungen; Füllhöhe bis 5m, Einbautiefe unklar – je nach Untergrund…(Aberje geringer die mögliche Dammhöhe, umso größer die Fläche…)

Das Ganze hoch umzäunt gegen „unbefugtes Eindringen“.

Flächenbedarf unter „idealen Bedingungen“ lt. Kali+Salz 400m x500m = 20 Hektar oder 200.000qm für das „Becken“ bzw. 2 Teilbecken, dazu mindestens 5Hektar Dämme, Nebenanlagen, Infrastruktureinrichtungen…

(Quelle: Antrag K+S zum ROV Oberweserpipeline beim RP Kassel, Textanhang 3
unter 3.3.4.)

Aufgrund der Vorgabe der Politik seit März 2016 dürfen, falls andere vorgegebene Maßnahmen nicht ausreichen, „nur“ noch maximal 800.000 Kubikmeter Abwasser pro Jahr über ein 135km langes Rohr aus dem Kalirevier in die Oberweser geleitet werden (= 30 Lastwagenladungen SALZ pro Tag!)

Derzeit arbeitet K+S entsprechende neue Anträge aus. Aus K+S-Kreisen wissen wir jedoch, dass das Abwasser-Speicherbecken dann eher noch größer werden soll, um mehr Raum zur Zwischenlagerung zu bieten…

Mit gut 7 Millionen Kubikmetern Salzabwasser pro Jahr belastet K+S Werra, Weser und Untergrund* derzeit mit einem durchschnittlicher Salzeintrag von 274 Lastwagenladungen (à 25 Tonnen) SALZ PRO TAG oder auch 2000kg an Salzen tagaus tagein alle 25 Sekunden.

(*Außer in die Werra wird ein Teil des Salzabwassers standortnah in das Plattendolomit verpresst, das sich jedoch als undicht erwiesen hat. Insgesamt wurden bis heute dort etwa eine Milliarde Kubikmeter hochkonzentriertes Salzabwasser versenkt!, die z.T. wieder an die Oberfläche, z.T. in die Werra zurück drücken und das Grundwasser gefährden)!

Am Pegel Gerstungen liegt der Chloridgehalt seit Jahren unverändert nahe den uralten Höchstgrenzen von noch immer 2500mg/l. (Die Werte können auf der Homepage der FGG Weser für verschiedenen Mess-Punkte und über Jahrzehnte hinweg detailliert eingesehen werden – z.B. für Chlorid, Kalium und Magnesium).

Für den von der EU geforderten guten chemischen und ökologischen Zustand dürfen maximal 300mg Chlorid /Liter enthalten sein.

Seit 2012 läuft deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland.

3stellige Millionenbeträge drohen. Der Treppenwitz: Am Ende zahlen WIR ALLE womöglich auch noch für das Unvermögen der Kaliindustrie, seine Abwasserentsorgung nachhaltig in den Griff zu bekommen.

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Anmeldung einer öffentlichen Versammlung unter freiem Himmel gemäß VersammlG ...enthält weitere Informationen.
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Fazit:

 

 Der gesamten Region wird das Genick gebrochen.

 

Unsere Aktion.

 

Das geplante Salzspeicherbecken wurde "provisorisch" in Form einer Menschenkette dargestellt.

Mit Hilfe von Drohnen und Flugzeug wurde das Ganze aus der Luft festgehalten.

 

Linksammlung / Presseecho

Die dpa-Meldung wurde von über 10 bundesweit erscheinenden Zeitungen, bzw. Nachrichten-Portalen bereits ab Samstag Abend online gestellt. Eine Zusammenstellung unten. Auch der hr bediente sich der dpa-Mitteilung und dpa-Fotos:
http://hessenschau.de/wirtschaft/2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-ks-salzsee,menschenkette-gegen-salzsee-100.html


HNA kurz vor der Demo:
http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/oberweser-ort103169/protest-gegen-salzabwaesser-vorbereitung-groesste-menschenkette-nordhessens-laeuft-6499659.html


HNA kurz danach. Am Artikel-Ende Serie mit 34 Fotos; seit heute Nachmittag auch mit Video:
http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/lippoldsberggieselwerder-menschenkette-gegen-salzsee-6499840.html


http://www.focus.de/regional/hessen/demonstrationen-2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-salzsee_id_5647193.html

http://www.bild.de/regional/aktuelles/2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-salzsee-46371638.bild.html

http://www.welt.de/regionales/hessen/article156336070/2000-Teilnehmer-bei-Menschenkette-gegen-Salzsee.html

http://www.ksta.de/2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-salzsee-24252674

http://www.fnp.de/rhein-main/2000-Teilnehmer-bei-Menschenkette-gegen-Salzsee;art1491,2066961

http://www.naumburger-tageblatt.de/2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-salzsee-24252674

http://www.op-marburg.de/Nachrichten/Panorama/Hessen/2000-Teilnehmer-bei-Menschenkette-gegen-Salzsee-in-Oberweser

http://www.fr-online.de/rhein-main/salzsee-in-oberweser-menschenkette-gegen-salzsee,1472796,34388054.html

http://www.arcor.de/content/aktuell/regional_news/hessen/4945203,1,Demonstrationen--2000-Teilnehmer-bei-Menschenkette-gegen-Salzsee,content.html

http://www.t-online.de/regionales/id_78163702/2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-salzsee-in-oberweser.html

Warum sollte ich mitmachen?

Meckern wenn's zu spät ist, kann jeder. 

Geht man einmal davon aus, dass K+S ihre Pläne ungehindert umsetzen, so wird jeder Bürger der Region früher oder später unter den Folgen leiden. 

Angefangen bei ökologischen Aspekten, wie der Rodung von 30ha Wald, über die Salzkonzentration in der Weser, die auf den ersten 20 Kilometern nach Einleitung enorm ansteigen würde, bis hin zu Wirtschaftsschäden, nicht nur in der Tourismusbranche...

Dass in Deutschland, im Jahr 2016, ein Weltkonzern wie K+S für seinen Müll keine andere Entsorgungsmöglichkeit als die Weser sieht, obwohl mittlerweile technisch deutlich ökologischere Verfahren zur Verfügung stehen, ist erschreckend. 

Obwohl der eine oder andere Bürger die Natur vor der Haustür vielleicht nicht mehr zu schätzen weiß, ist sie trotzdem  d a s  Argument für die Region. Menschen kommen als Touristen und gehen als Freunde.

Wie förderlich eine überdimensionale Kloake (wir können es gerne auch Salzlaugen-Zwischenlagerungs-Becken nennen) für den Tourismus ist, muss hoffentlich nicht näher erläutert werden.

Dass sich diese enorm hohe Konzentration von Kalium, Natrium, Chlorid oder Sulfat in der Weser ebenfalls nicht positiv auf den Tourismus hier vor Ort auswirken, sollte ebenso einleuchtend sein.

Auch ist zu befürchten, dass sich noch weniger Leute entscheiden, ihren Standort - ob Privat oder als Unternehmen - in unsere Region zu verlagern, da das gesamte Gebiet durch das K+S Vorhaben an Attraktivität verliert.

Überspitzt gesagt stirbt die Region aus, die Steuergelder werden knapp und spätestens wenn der nächste Kindergarten 20 Kilometer weit weg ist, weiß jeder, warum er hätte mitmachen sollen.