DANKE

Ihr habt es geschafft!!

Mit über 2000 Menschen konnten wir die Kette schließen! DANKE, dass ihr alle euch aufgemacht habt, um dieses unübersehbare Statement einer ganzen Region in die Republik hinaus zu tragen: 

Kein Kali+Salz Abwassersee in unserer Natur!

Ein riesiges DANKE an alle Gemeinden, Vereine, Verbände und Einzelpersonen, die mitorganisiert und mit viel Einsatz an den verschiedensten Stellen für eine reibungslose Umsetzung der Aktion gesorgt haben. Nur mit Eurer super Unterstützung war DAS möglich!

 

Spätesten jetzt sollte den Verantwortlichen klar sein, dass sich der Verein Pro Märchenland nicht nur aus ein paar Verrückten zusammensetzt, sondern dass eine ganze Region hinter uns steht.

Wir waren den Tränen nahe und haben selber nicht mit einer derartig großen Teilnahme gerechnet.
Danke an alle, die mitgemacht haben! Wir alle haben gemeinsam ein Zeichen gesetzt.
Wir werden nicht aufgeben diesen unfassbaren Wahnsinn zu stoppen.
Geldgier schaltet gesunden Menschenverstand aus und veranlasst Menschen dazu ein so unsinniges Bauwerk errichten zu wollen.
Unfassbar......

Die nächste Menschenkette wird an Werra und Weser bis nach Bremerhaven stehen.

Und genau dieser gesunde Menschenverstand wird die Menschen an das Flussufer bringen um einfach nur "Nein" zu sagen.  

Investoren und Aktionären von K+S wird hoffentlich bald klar werden, dass es keinen Sinn macht in eine Umweltkatastrophe vor unserer Haustür zu investieren.

Wasserentsalzung ist im Jahr 2016 keine technische Neuentwicklung mehr. Müllentsorgung durch Pipeline in Fluss und Meer hingegen längst überholt. 

Entsprechende Auflagen müssen K+S gesetzt werden.

Politik und Behörden haben hier (bisher) versagt.

 

 

Die direkten Folgen erstrecken sich zunächst auf:

LEBENSQUALITÄT

Das Leben vor Ort verschlechtert sich nicht nur als Folge von vorhersehbaren wirtschaftlichen Schäden in der Region.

Ein Salzabwassersee vor der Haustür wirkt sich direkt auf die Lebensqualität aus. 

 

NATUR

Profitmaximierung auf Kosten von Natur und Umwelt. 

Die Weser wäre tot bis ca. Bad Karlshafen. Je nachdem wo das Stapelbecken platziert wird, müssen bis zu 30 Hektar Wald gerodet werden. Die Tiere, ob im Wald oder in der Weser, verlieren dadurch nicht nur an Lebensqualität - Sie verlieren ihren Lebensraum.

TOURISMUS

Tourismusziel: Chemiekloake?

Ob Kanu Fahren zwischen Chemiemüll, Camping an der Weser oder Radfahren auf dem erst kürzlich aufwändig ausgebauten Weserradweg...

Urlaub bei der Müllhalde von K+S will niemand machen.

Fazit:

 

 Der gesamten Region wird das Genick gebrochen.

 

Unsere Aktion.

 

Das geplante Salzspeicherbecken wurde "provisorisch" in Form einer Menschenkette dargestellt.

Mit Hilfe von Drohnen und Flugzeug wurde das Ganze aus der Luft festgehalten.

 

Linksammlung / Presseecho

Die dpa-Meldung wurde von über 10 bundesweit erscheinenden Zeitungen, bzw. Nachrichten-Portalen bereits ab Samstag Abend online gestellt. Eine Zusammenstellung unten. Auch der hr bediente sich der dpa-Mitteilung und dpa-Fotos:
http://hessenschau.de/wirtschaft/2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-ks-salzsee,menschenkette-gegen-salzsee-100.html


HNA kurz vor der Demo:
http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/oberweser-ort103169/protest-gegen-salzabwaesser-vorbereitung-groesste-menschenkette-nordhessens-laeuft-6499659.html


HNA kurz danach. Am Artikel-Ende Serie mit 34 Fotos; seit heute Nachmittag auch mit Video:
http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/lippoldsberggieselwerder-menschenkette-gegen-salzsee-6499840.html


http://www.focus.de/regional/hessen/demonstrationen-2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-salzsee_id_5647193.html

http://www.bild.de/regional/aktuelles/2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-salzsee-46371638.bild.html

http://www.welt.de/regionales/hessen/article156336070/2000-Teilnehmer-bei-Menschenkette-gegen-Salzsee.html

http://www.ksta.de/2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-salzsee-24252674

http://www.fnp.de/rhein-main/2000-Teilnehmer-bei-Menschenkette-gegen-Salzsee;art1491,2066961

http://www.naumburger-tageblatt.de/2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-salzsee-24252674

http://www.op-marburg.de/Nachrichten/Panorama/Hessen/2000-Teilnehmer-bei-Menschenkette-gegen-Salzsee-in-Oberweser

http://www.fr-online.de/rhein-main/salzsee-in-oberweser-menschenkette-gegen-salzsee,1472796,34388054.html

http://www.arcor.de/content/aktuell/regional_news/hessen/4945203,1,Demonstrationen--2000-Teilnehmer-bei-Menschenkette-gegen-Salzsee,content.html

http://www.t-online.de/regionales/id_78163702/2000-teilnehmer-bei-menschenkette-gegen-salzsee-in-oberweser.html

Faktencheck.

*(…) „ Im jährlich zu entsorgenden Abwassergemisch von etwa 7 Mio. m3 sind fast 2,5 Mio. t Salze enthalten, die überwiegend aus dünge- und speisetauglichen Bestandteilen bestehen, wie Kalium, Natrium, Chlorid oder Sulfat. (…)

(Quelle: Umweltbundesamt, Stellungnahme „Versalzung von Werra und Weser“ von Oktober 2014, S. 6 oben*)

Das bedeutet: In 100ml Abwasser aus Produktion und Haldenablauf sind ungefähr 35 Gramm (!) Salze enthalten.

Fakten zum beantragten Abwasserspeicher und –Pipeline:

K+S favorisiert aus verschiedenen Suchräumen derzeit 2 Gebiete für den
Abwasser-Salzsee, eines davon liegt IM Reinhardswald (!!!), eines an der
von der Menschenkette markierten Stelle vor dem Reinhardswald.

Erwünschte Speicherkapazität mind. 750.000 Kubikmeter.

Dammhöhe lt. K+S vermutl. 6m, Breite 4m um befahrbar zu sein, alternativ

Zuwegungen; Füllhöhe bis 5m, Einbautiefe unklar – je nach Untergrund…(Aberje geringer die mögliche Dammhöhe, umso größer die Fläche…)

Das Ganze hoch umzäunt gegen „unbefugtes Eindringen“.

Flächenbedarf unter „idealen Bedingungen“ lt. Kali+Salz 400m x500m = 20 Hektar oder 200.000qm für das „Becken“ bzw. 2 Teilbecken, dazu mindestens 5Hektar Dämme, Nebenanlagen, Infrastruktureinrichtungen…

(Quelle: Antrag K+S zum ROV Oberweserpipeline beim RP Kassel, Textanhang 3
unter 3.3.4.)

Aufgrund der Vorgabe der Politik seit März 2016 dürfen, falls andere
vorgegebene Maßnahmen nicht ausreichen, „nur“ noch maximal 800.000
Kubikmeter Abwasser pro Jahr über ein 135km langes Rohr aus dem Kalirevier
in die Oberweser geleitet werden (= 30 Lastwagenladungen SALZ pro Tag!)

Derzeit arbeitet K+S entsprechende neue Anträge aus. Aus K+S-Kreisen wissen
wir jedoch, dass das Abwasser-Speicherbecken dann eher noch größer werden
soll, um mehr Raum zur Zwischenlagerung zu bieten…

Mit gut 7 Millionen Kubikmetern Salzabwasser pro Jahr belastet K+S Werra,
Weser und Untergrund* derzeit mit einem durchschnittlicher Salzeintrag von
274 Lastwagenladungen (à 25 Tonnen) SALZ PRO TAG oder auch 2000kg an Salzen
tagaus tagein alle 25 Sekunden.

(*Außer in die Werra wird ein Teil des Salzabwassers standortnah in das
Plattendolomit verpresst, das sich jedoch als undicht erwiesen hat.
Insgesamt wurden bis heute dort etwa eine Milliarde Kubikmeter
hochkonzentriertes Salzabwasser versenkt!, die z.T. wieder an die
Oberfläche, z.T. in die Werra zurück drücken und das Grundwasser gefährden)!

Am Pegel Gerstungen liegt der Chloridgehalt seit Jahren unverändert nahe den
uralten Höchstgrenzen von noch immer 2500mg/l. (Die Werte können auf der
Homepage der FGG Weser für verschiedenen Mess-Punkte und über Jahrzehnte
hinweg detailliert eingesehen werden – z.B. für Chlorid, Kalium und
Magnesium).

Für den von der EU geforderten guten chemischen und ökologischen Zustand
dürfen maximal 300mg Chlorid /Liter enthalten sein.

Seit 2012 läuft deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die
Bundesrepublik Deutschland.

3stellige Millionenbeträge drohen. Der Treppenwitz: Am Ende zahlen WIR ALLE
womöglich auch noch für das Unvermögen der Kaliindustrie, seine
Abwasserentsorgung nachhaltig in den Griff zu bekommen.

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Anmeldung einer öffentlichen Versammlung unter freiem Himmel gemäß VersammlG ...enthält weitere Informationen.
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Warum sollte ich mitmachen?

Meckern wenn's zu spät ist, kann jeder. 

Geht man einmal davon aus, dass K+S ihre Pläne ungehindert umsetzen, so wird jeder Bürger der Region früher oder später unter den Folgen leiden. 

Angefangen bei ökologischen Aspekten, wie der Rodung von 30ha Wald, über die Salzkonzentration in der Weser, die auf den ersten 20 Kilometern nach Einleitung enorm ansteigen würde, bis hin zu Wirtschaftsschäden, nicht nur in der Tourismusbranche...

Dass in Deutschland, im Jahr 2016, ein Weltkonzern wie K+S für seinen Müll keine andere Entsorgungsmöglichkeit als die Weser sieht, obwohl mittlerweile technisch deutlich ökologischere Verfahren zur Verfügung stehen, ist erschreckend. 

Obwohl der eine oder andere Bürger die Natur vor der Haustür vielleicht nicht mehr zu schätzen weiß, ist sie trotzdem  d a s  Argument für die Region. Menschen kommen als Touristen und gehen als Freunde.

Wie förderlich eine überdimensionale Kloake (wir können es gerne auch Salzlaugen-Zwischenlagerungs-Becken nennen) für den Tourismus ist, muss hoffentlich nicht näher erläutert werden.

Dass sich diese enorm hohe Konzentration von Kalium, Natrium, Chlorid oder Sulfat in der Weser ebenfalls nicht positiv auf den Tourismus hier vor Ort auswirken, sollte ebenso einleuchtend sein.

Auch ist zu befürchten, dass sich noch weniger Leute entscheiden, ihren Standort - ob Privat oder als Unternehmen - in unsere Region zu verlagern, da das gesamte Gebiet durch das K+S Vorhaben an Attraktivität verliert.

Überspitzt gesagt stirbt die Region aus, die Steuergelder werden knapp und spätestens wenn der nächste Kindergarten 20 Kilometer weit weg ist, weiß jeder, warum er hätte mitmachen sollen.